ANGEBOTE FÜR MULTIPLIKATOR_INNEN
Das Mädchenhaus KOMM e.V. hat ein multiprofessionelles Team, das über viele Jahre Erfahrung in der Mädchen*arbeit verfügt und sich zu unterschiedlichen Themen fortgebildet hat. Unser Wissen möchten wir an andere Multiplikator_innen weitergeben, mit ihnen in den Austausch treten und voneinander lernen. Aus diesem Grund bieten wir regelmäßig Fachfortbildungen an zu den Themen:
- Rassismus und Rassismuskritische Mädchen*arbeit
- Geschlechtersensible Pädagogik und Mädchen*arbeit
- Queere Jugend- und Mädchen*arbeit
- Sexualpädagogik mit Mädchen* (mit Fluchterfahrung)
- Pädagogische Ansätze im Umgang mit Social Media
Aktuelle Fachfortbildungen werden auf dieser Seite veröffentlicht. Wir können aber auch für Gruppen gebucht werden und auf ihre individuellen Bedürfnisse abgestimmte Fortbildungen anbieten. Nehmen Sie hier mit uns Kontakt auf.
AKTUELLE FACHFORTBILDUNG 2024:
Mädchen*arbeit und Flucht – Herausforderungen erkennen, präventiv handeln 10.09.2025 10 bis 13 Uhr online
In dieser Fortbildung geht es um die grundlegenden Probleme, denen Mädchen* mit Fluchterfahrung in Deutschland ausgesetzt sind und wie Fachkräfte ihnen begegnen. Wir starten mit einem Einblick in die Themen Flucht und geschlechtsspezifische Gewalt und wie diese sich auf die Zielgruppe auswirken. Im Anschluss werden mit Hilfe von Praxisbeispielen präventive und geschlechtssensible Handlungsmöglichkeiten erarbeitet, um eine reflektierte, klientinnenorientierte Haltung zu entwickeln. Die Fortbildung richtet sich an Fachkräfte aus der Arbeit mit Geflüchteten, Studierende und Interessierte.
Rassismuskritische Arbeit mit jungen Geflüchteten 05.11.2025 10 bis 13 Uhr online
Diese Fortbildung richtet sich an Fachkräfte der sozialen Arbeit und Pädagogik, die mit geflüchteten Kindern und Jugendlichen arbeiten, sowie an Studierende und Interessierte. Sie vermittelt grundlegende Kenntnisse rassismuskritischer Pädagogik und praxisorientierte Ansätze für eine diskriminierungssensible Arbeit. Die Inhalte umfassen die Auswirkungen von Rassismus auf junge Geflüchtete, Empowerment-Strategien, die Reflexion der eigenen Rolle als Fachkraft sowie den Einsatz diskriminierungssensibler Sprache und Repräsentation.
Que(e)r durchs Land
„Que(e)r durchs Land“ ist ein Projekt, das sich an junge queere junge Menschen im ländlichen Raum richtet.
Besonders im ländlichen Raum fehlt es häufig an Freizeitangeboten und einem sicheren Raum und für queere Jugendliche. Fehlende Angebote für die Heranwachsenden führen dazu, dass junge Lesben, Schwule, Bisexuelle, Trans*, Inter* und nicht-binäre Personen oft isoliert sind. Zwar hat sich die gesamtgesellschaftliche Akzeptanz queerer Lebensweisen und geschlechtlicher Vielfalt durch gesetzliche Veränderungen verbessert. Doch zugleich hat auch die Gewalt gegenüber LGTBIQ*-Personen zugenommen, die auf Vorurteilen, Ressentiments und fehlender Aufklärung beruhen.
Mit „Que(e)r durchs Land“ möchte das Mädchenhaus die Sichtbarkeit queerer Lebensweisen im ländlichen Raum erhöhen und jungen queeren Menschen dabei helfen, eigene Räume zu schaffen und kreativ zu nutzen. Ein besonderer Fokus liegt auf der Initiierung von queeren Gruppen und der Erweiterung des Angebots für queere Heranwachsende bis 27 Jahre. Das Projekt bietet eine mobile Lösung, um queeren Jugendlichen im ländlichen Raum Zugang zu Freizeit- und Beratungsangeboten zu verschaffen. Wir möchten Aufklärungs- und Informationsveranstaltung für eine breitere Öffentlichkeit anbieten, um Berührungsängsten und Vorurteilen entgegenzuwirken, Angehörigen und Betroffenen Unterstützungs- und Freizeitangebote für queere Heranwachsende bekannt zu machen.
Ein wichtiger Teil des Projektes ist die Kooperation:
Es werden noch Partnerorganisationen vor Ort gesucht, die interessiert daran sind, sich mit dem Mädchenhaus zu vernetzen, um gemeinsam neue Angebote für queere Heranwachsende zu entwickeln oder zur Fortbildung von Multiplikator*innen. Beispielweise können Ehrenamtliche in einer JULEICA-Qualifizierung auf ihre Rolle als Jugendgruppenleiter*innen mit dem Schwerpunkt „geschlechtliche und sexuelle Vielfalt“ vorbereitet werden.
Geplante Aktivitäten:
- Information und Aufklärung: Fortbildungen, Fachberatungen und Infostände für Fachkräfte in Schulen, Schulungen von Jugendgruppenleiter*innen, Einrichtungen und auf größeren Veranstaltungen, z.B. CSD´s
- Mobilität: wir kommen in ländliche Orte, um einen mobilen Treffpunkt für queere Jugendliche anzubieten. Vielleicht mit einem Bus, ausgestattet mit einer Lese-Ecke, Kleiderschrank zum Ausprobieren von Klamotten und verschiedenen Aktivitäten.
- Events: Queere Filmabende, Konzerte, Sport-Events, Mitmach-Aktionen und Workshops bieten Raum für Begegnung und kreative Entfaltung.